28.06. Di 18Uhr CC
15.07. Fr 20Uhr Abkneipe, Finale BJM
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Die Geschichte von Verbindungen reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Damals fanden sich Studenten an ihren Hochschulen in Landmannschaften je nach ihrer Herkunft zusammen. Am Anfang des 19. Jahrhundert stand das in viele Kleinstaaten zersplitterte und politisch gespaltene Deutschland unter napoleonischer Fremdherrschaft.Im Rahmen der damals erwachenden patriotischen Euphorie im Freiheitskampf gründete sich 1815 die Urburschenschaft, mit den bürgerlichen Zielen Ehre, Freiheit, Vaterland. Nach studentischem Vorbild gründeten sich nunmehr auch Schülerverbindungen an höheren Schulen (den zukünftigen Gymnasien), welche berühmte Mitglieder wie Otto von Bismarck, Richard Wagner und Robert Schumann hervorbrachten. Diese Schülerverbindungen verstanden sich meist als Freundesbund, der auf ein akademisches Leben und auf eine für alle Studenten als selbstverständlich erachtete Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung vorbereitete. Selbstverständlich kam bereits damals auch die Geselligkeit im sonst von Entbehrungen gezeichneten Schülerleben nicht zu kurz. Das Verbindungsleben erstarb in Deutschland mit der Machtergreifung der Nazis Anfang der dreißiger Jahre. Diese bürgerlich-freiheitlichen Verbindungen wurden verboten oder zur Auflösung bzw. zum Zusammenschluss mit dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund gezwungen. Im Osten Deutschlands war bis zur Wende im Jahr 1989 an ein Wiederaufleben des offiziellen Verbindungslebens nicht zu denken. Immerhin wagte es eine unverzagte Studentenschar bereits im Jahr 1983 eine neue Studentenverbindung zu gründen. Bei dieser freilich damals geheim gehaltenen Pioniertat wurde die KDStV Salana Jenensis ins Leben gerufen. Das moderne Jenaer Verbindungsleben begann und erweiterte sich nach der Wende durch die Rückkehr alter Jenaer Verbindungen beträchtlich. Unter dem lebendigen Eindruck des bunten Verbindungslebens der Salanen gründete sich am 26.8.2005 die Schülerverbindung Johann Friedrich zu Jena als nunmehr zweite in Jena existierende Schülerverbindung. Der Name der Verbindung wurde mit Bedacht gewählt und steht für ein Interesse an der historischen Figur des einstigen Kurfürsten Johann Friedrich, der als gottesfürchtiger Gründer der Hohen Schule unserer Stadt Jena in die Geschichte eingegangen ist. Die Mitglieder der Verbindung stehen ihrem Wahlspruch nach für Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe ein, was sie durch das Tragen ihrer Farben gelb, weiß und rot zum Ausdruck bringen. Das Band ist ebenso auch ein Symbol für die Ernsthaftigkeit der damit zum Ausdruck gebrachten Freundschaft. Treffpunkt der Bundesbrüder und Bundesschwestern sind zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen wie "Kneipen", Stammtische, Partys, Wanderungen usw., die eine willkommene Abwechslung zu dem alltäglichen Schülerdasein geben. Dabei wird Bier getrunken und gesungen, höherprozentige alkoholische Getränke sind allerdings verpönt. Auch wird im Gegensatz zu manchem Vorurteil niemand zum Trinken gezwungen, ein Jeder bestimmt sein Quantum selbst! Unsere Stammtische finden jeden Dienstag auf dem Schülerhaus statt. In der Schülerverbindung Johann Friedrich zu Jena sind im Gegensatz zu historischem Brauch Schülerinnen willkommen. Die SV Johann Friedrich ist damit die einzige Verbindung in Jena, die neben Männern auch Frauen aufnimmt! Des Weiteren soll die Mitgliedschaft auch auf das bevorstehende Studium vorbereiten, indem bei diversen Anlässen die freie Rede und durch das übernehmen von Aufgaben innerhalb der Verbindung auch das Verantwortungsbewusstsein und Organisationstalent gefördert werden. Auch kommt es durch Kontakte mit Studenten zu Gesprächen über aktuelle Studienerfahrungen. So soll es leichter fallen, sich auf diesen nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten. Ein gutes Wissen über die Universität und das Leben als Student sind wichtig und können im ersten Semester viel Zeit und Nerven sparen. Schülerverbindungen bieten ihren Mitgliedern auch einen zentralen Anlaufpunkt für Treffen mit alten und neuen Schulfreunden gerade auch nach der Schulzeit. Höhepunkt eines jeden Schulhalbjahrs stellen dabei die Kneipen dar, welche fröhlich nach historischem Vorbild gefeiert werden. Dabei kommt auch das Singen nicht zu kurz - eine sehr interessante Erfahrung für manchen vormaligen Singmuffel, der durch die Verbindung lernt, wie lustig das Singen fröhlicher Studentenlieder in einer fröhlichen runde sein kann. |